IPv6 – Meine ersten Gehversuche – Teil 2

Nachdem mein Internetzugang mit IPv6 steht, habe ich mich daran gemacht meine Netzwerkclients anzupassen. Teil 1 findet man hier.
Als erstes habe ich mich an meinem Mac versucht. Viel gibt es nicht zu mache. Per Default ist IPv6 in OSX bereits aktiviert. Wenn man DHCP verwendet, wird einem eine IPv6 Adresse zugeordnet.
Über das Terminal kann man IPv6 aktivieren oder deaktivieren:
Zum aktiveren:
sudo ip6 -a
Zum deaktivieren
sudo ip6 -x
Standartmäßig wird die IPv6 Adresse aus der MAC erzeugt, dadurch wird der Anwender identifizierbar. Durch aktivieren der Privacy Extensions wird die Adresse willkürlich neu erzeugt und ist auch nur für einen bestimmten Zeitraum gültig. Zum aktivieren im Terminal folgendes eingeben:

sysctl -w net.inet6.ip6.use_tempaddr=1
Optional kann man noch die Zeitdauer angeben, nachdem die IP abläuft:
sysctl -w net.inet6.ip6.temppltime=XX
Damit die Einstellungen Bootresistent sind, muss man die /etc/sysctl.conf anpassen:
net.inet6.ip6.use_tempaddr=1
net.inet6.ip6.temppltime=XX
Die Einstellungen müssen als Root vorgenommen werden. Ihr könnt nano oder vi als Editor verwenden:
sudo nano /etc/sysctl.conf
Einfach die oben aufgeführten Einträge hinzufügen. Mit STRG+T werden die Änderungen gespeichert und STRG+X beendet den Editor. Nach einem Neustart sollten die Einstellungen gegriffen haben.
Mit ping6 kann man seine Einstellungen testen.
$ ping6 ipv6.google.com
PING6(56=40+8+8 bytes) xxxx:xxx:xxx::xxx:xxx:xxx:xxx – > 2001:4860:a003::68
16 bytes from 2001:4860:a003::68, icmp_seq=0 hlim=59 time=41.325 ms
16 bytes from 2001:4860:a003::68, icmp_seq=1 hlim=59 time=43.563 ms
16 bytes from 2001:4860:a003::68, icmp_seq=2 hlim=59 time=43.569 ms
16 bytes from 2001:4860:a003::68, icmp_seq=3 hlim=59 time=42.284 ms
Sobald der Ping an Google durchgeht, weiß man das IPv6 läuft.
Somit läuft IPv6 unter OSX, eigentlich ganz einfach.
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